Newbie braucht Hilfe!

Newbie braucht Hilfe!

Beitragvon Kolbentänzer » Mo 28. Jun 2010, 00:13

Hallo,
bin ganz neu hier und ich interessiere mich sehr fürs CB Funken!

Jetzt wollte ich mir eine kleine Heimstation aufbauen!

Nun habe ich folgende Fragen:

1. Da ich erst 14 bin und natürlich kein eigenes Haus habe, erlaubt mir leider mein Vater nicht eine grosse Antenne aufs Dach zu tun , weil er Angst hat dass dann ein Blitz leichter Einschlagen kann! Wäre es nun besser die Antenne auf einen Baum zu tun, quasi eine Metallstange die bis zum Gipfel des Baumes geht und dann die Antenne drauf oder dass ich mir eine Antenne aufs Fensterbrett schraube?

2. Könnt ihr mir ein Funkgerät empfehlen? Ich wollte eigentlich ein Mobilteil hernehmen, weil ich schon ein entsprechendes Netzteil hätte!
Es darf natürlich nicht sehr teuer sein, weil ich natürlich als Schüler wenig Geld habe! Würdet dann auch ein gutes gebrauchtes kaufen!

3. Sollte es eines mit SSB sein oder reicht am Anfang eines ohne (wahrscheinlich schon oder?)?


Ja das wärs erstmal!

Ich hoffe ihr könnt mir helfen!


Lg Lukas :D
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Re: Newbie braucht Hilfe!

Beitragvon JUMA » Mo 28. Jun 2010, 00:38

Auch wenn die Antenne im Baum sitzt braucht es einen Blitzschutz denn von der Antenne geht ja ein Antennenkabel ins Haus. Am Übergang zum Haus müsste dann die Abschirmung des Koaxkabels mit dem Blitzschutz verbunden werden. Wenn Du ohne Erdung auskommen willst müsste die Kabelverbindung bei Gewitter komplett vom Haus getrennt werden.

Antenne auf der Fensterbank ist eher nicht zu empfehlen weil da nur Mobilantennen in Frage kommen oder eine Boomerang mit einem Radial. Der Wirkungsgrad ist allerdings dann nicht so gut wie bei einer vernünftigen Stationsantenne. Gerade wenn aber in der Gegend wenig los ist sollte man eine gute Antenne haben um evtl. weiter entfernte Stationen erreichen zu können.

Wichtig wäre es erst einmal festzustellen ob in der Gegend in der Du lebst überhaupt was los ist im CB Bereich aber dazu müsste man wissen wo Du her bist dann können evtl. Leute aus Deiner Gegend hier im Bord mit Dir Kontakt aufnehmen. Dann kann man auch feststellen ob dort überwiegend FM-Betrieb gemacht wird oder ob es auch SSB-Runden gibt. Danach würde sich dann auch die Gerätewahl richten. Die meisten CB-Geräte sind im übrigen mobile Geräte und werden von Zuhause per Netzteil betrieben. Richtige Feststationen wie früher in den 70ern und 80ern gibt es nur noch wenige.
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Re: Newbie braucht Hilfe!

Beitragvon Scatter » Mo 28. Jun 2010, 00:44

Herzlich willkommen :D

Dein Problem kenne ich, denn mein Vater hat mir damals auch den Aufbau der Antenne auf dem Dach verboten.
Eine Antenne auf dem Fensterbrett ist wenig vorteilhaft :sdown:
Vielleicht habt ihr einen Balkon, andem du eine etwas kürzere Antenne anbringen könntest.
z.B. sowas hier:

https://www.pmr-funkgeraete.de/artikel/artikel-1168-kategorie-119-seite-.htm?

oder sowas:

https://www.pmr-funkgeraete.de/artikel/artikel-3066-kategorie-119-seite-.htm?

Jetz weiß natürlich keiner, wie die Montagemöglichkeiten vor Ort aussehen.
Vielleicht kannst du das Haus und die Möglichkeiten etwas genauer beschreiben, oder ein Foto anhängen, damit sich hier die helfenden ein Bild davon machen können.

Auch wäre bei nicht isoliertem Dachboden eine Montage auf diesem (unter Dach) möglich :clue:

Das kann man natürlich nicht sagen, deshalb vielleicht einige Maßangaben, damit man die Platzverhältnisse einschätzen kann. :wink:

Im Baum wäre natürlich auch denkbar, es gibt da schon einige Möglichkeiten, die alle mehr oder weniger abhängig von der Umgebung sind.

Auch eine GFK- Rute mit einer Drahtantenne im Garten oder auf dem Balkon (falls dieser vorhanden) kämen in Betracht.

Mach einfach mal einige genauere Angaben, welche Möglichkeiten du hast, auch zur Umgebung und evtl. Höhe deiner Wohnlage und ob große Gebäude in der Umgebung sind.

:wave: :wave: Andi
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Re: Newbie braucht Hilfe!

Beitragvon Athrun825 » Mo 28. Jun 2010, 10:01

Hallo Lukas,

steht euer Haus in einem Blitzschlag gefährdetem Gebiet? Das hängt oft mit Grundwasser zusammen. Habt
ihr eine Sat-Schüssel auf dem Dach?
Ggf. könntest du versuchen, Deinen Vater zu überreden, eine Glasfieberantenne zu erlauben (Diese sind Nicht-Technikern
aus psychologischen Gründen meist viel weniger suspekt als ein Metallstab, der in den Himmel ragt). Die A99 wäre
eine solche Glasfiberantenne. Diese könnte bei der Sat-Antenne mit befestigt werden. Alternativ würde auch die nur
halb so lange Mobilantenne DV27L (meist auch auch Glasfiber) sich eignen. Eine DV-L könnte übrigens auch mit einem
Klemmhalter an der Dachrinne oder am Fensterbrett montiert werden (Länge: 2,63m). Aber Achtung: mit einer DVL wirst
du viel schwächer sein.
Eine Antenne muss in jedem Fall (Vorschrift) mit der Erdungsanlage des Hauses verbunden sein (Fundamenterder). Dies
macht man über einen mindestens 16 Quadrat Kupferdraht. Ich hatte meine Antenne, als ich noch bei den Eltern wohnte,
über die Heizungsrohre vom Dach in den Speicher hinunter zum Potentialausgleich verbunden (Immerhin ist mein Vater
VdS-Sachverständiger u.A. für Blitzschutz, und der hat mir das damals so so gemacht. Hatte nie ein Problem, obwohl das
Haus auf einer Anhöhe steht).

Überspannungsableiter und so Zeugs hab ich nie verwendet (Gäbe es aber von Dehn/Neumarkt); bei einem Gewitter
(oder wenn ich länger nicht da war, z.B .im Urlaub) hab ich die Antenne abgesteckt und den Stecker einfach hinter den
Heizkörper hängen lassen. In der Praxis ist es im Übrigen so, dass immer weniger "Blitzenergie" bei einem Kabel hinten ankommt,
je länger es waagerecht verlegt ist. Denn ein Blitz will immer möglichst schnell nach unten. Das ist evtl relevant, wenn du den
Masten ein paar Meter vom Haus entfernt hast.
Ein Aspekt für eine Antenne am Dach ist evtl. noch, dass- wenn ein Blitz einschlägt, er über die Antennenerde zum Fundamenterder
geleitet wird. Schlägt er ins Dach direkt ein, ohne dass eine Antenne existiert, kann ggf. der Schaden sogar erheblich größer
sein. Ausschlaggebend ist hier immer, ob einem ein Blitz "voll" trifft. Denn dann ist eh meist der Schaden gewaltig, egal ob mit
oder ohne Antenne. Im Falle von Nebenblitzen oder leichteren Entladungen würde ich die Antenne eher für einen Sicherheitsfaktor
halten. Denn eine Antenne zieht normal keine Blitze an; diese orientieren sich in mehreren Kilometern Höhe an "Potentialtrichtern".
Diese sind eher abhängig von Grundwassergegebenheiten. Auf Deutsch: Die Gegend wo man sein Haus hinbaut macht um Dimensionen
mehr aus als eine Antenne am Dach, was die Gefährung angeht. Vielleicht hast du ja jetzt noch mal die Chance auf Nachverhandlungen
mit deinem Vater, denn eine Antenne am Dach ist schon ein großer Funk-Vorteil (da die Antenne am Dach i.d.R. viel freier und höher
steht, als auf einem Garten-Masten.

Ein Garten-Masten müsste auch geerdet werden, entweder über einen Staberder, oder indem du unterirdisch eine Verbindung mit dem
Fundamenterder des Hauses herstellst. Achtung: Hier kein Kupfer verwenden, sonst zersetzt sich der Stahl-Fundamenterder. Es gibt
hierfür massive Aluminium-Drähte oder verzinkte Bandstähle. Es geht auch ein verzinktes Eisenwasserleitungsrohr.

Hier hab ich eben noch etwas im Internet gefunden:

Nach der DIN VDE 0855 T1 (03-94),
Abschnitt 10, sind für Außenantennen,
die sich mehr als 2 m
unterhalb der Dachkante und weniger
als 1,5 m vom Gebäude oder
Antennenanlagen, die sich innerhalb
von Gebäuden befinden, keine
Schutzmaßnahmen erforderlich.
In allen anderen Fällen müssen
Antennenanlagen nach Abschnitt
10.2 geerdet werden. Als geeigneter
Erdungsleiter gilt ein Einzelmassivdraht
mit einem Mindestquerschnitt
von 16 mm2 Kupfer,
isoliert oder blank, der auf kürzestem
Weg mit einer Erdungsanlage
verbunden werden soll.
Schutzleiter und/oder Neutralleiter
des Starkstromnetzes oder der
Außenleiter eines beliebigen Koaxialkabels
dürfen nicht als Erdungsleiter
verwendet werden. Die
Ausführung kann entweder durch
eine Verbindung zu einer vorhandenen
Blitzschutzanlage, durch
Verbindung mit dem Erdungssystem
des Gebäudes oder durch Verbindung
zu einer Erdungsanlage erfolgen,
die aus wenigstens zwei horizontalen
Erdern von mindestens
5 m Länge oder einem vertikalen
Erder von 2,5 m besteht. Der Mindestquerschnitt
des Erders beträgt
50 mm2 Kupfer oder 80 mm2 Stahl.
Die Ausführung sollte durch ein
Fachunternehmen erfolgen, dabei
sollte auch ein entsprechender
Schutz gegen Überspannungen
und ein ordnungsgemäßer Potentialausgleich
beachtet werden.


Ich hab vor ein paar Tagen auch provisorisch eine Antenne in den Garten gebaut. Es handelt sich um eine A99 auf einem Kurbelmasten.
Diesen kann man von 2,20m auf 15m auskurbeln (auf den Bildern ca 60% ausgekurbelt). Erdung hab ich momentan über die
Fundamente der Teppichklopfstange :oops:

Bild
Bild


Statt Kurbelmasten gibt es auch sog. Schiebemasten aus Alu (leichter, billiger, aber nicht so stabil und lang).
Wenn ich deine PLZ aus dem Profil so ansehe, dann könnte es in Zeiten wo wenig Störungen sind, durchaus sogar zu mir klappen.
Nach Straubing hab ich früher öfters mal von Kelheim aus gefunkt. Schau auch mal am Kanal 27 FM, wenn du
die Antenne aufgebaut hast, da ist eine Regensburger Runde. Manchmal bin ich da auch mit drauf.

Grüße
Sascha
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Habe nie ganz verstanden warum man nach Y "arbeitet" wenn man von X nach Y funkt.
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Re: Newbie braucht Hilfe!

Beitragvon hf-doktor » Mo 28. Jun 2010, 12:22

6988";p="231225 hat geschrieben:...
Eine Antenne muss in jedem Fall (Vorschrift) mit der Erdungsanlage des Hauses verbunden sein (Fundamenterder). Dies
macht man über einen mindestens 16 Quadrat Kupferdraht. Ich hatte meine Antenne, als ich noch bei den Eltern wohnte,
über die Heizungsrohre vom Dach in den Speicher hinunter zum Potentialausgleich verbunden (Immerhin ist mein Vater
VdS-Sachverständiger u.A. für Blitzschutz, und der hat mir das damals so so gemacht. Hatte nie ein Problem, obwohl das
Haus auf einer Anhöhe steht).

...



Lieber Gott, verschone uns vor solchen "Sachverständigen" :wall:

Auf keinen Fall zur Nachahmung zu empfehlen !!! :paper:
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Re: Newbie braucht Hilfe!

Beitragvon JUMA » Mo 28. Jun 2010, 12:46

Daddy hätte sich im Schadensfall sicher gefreut wenn die Versicherung den Kopf geschüttelt hätte :dlol:
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Re: Newbie braucht Hilfe!

Beitragvon Kolbentänzer » Mo 28. Jun 2010, 14:02

Danke erstmal für eure (sehr ausführlichen) Antworten! :thup:

Also wir haben im Moment noch eine Sat Schüssel aufm Dach (die wir aber in nächster Zeit entfernen werden, wegen Blitzschutz :lol: ) ! Die wird nämlich nicht mehr benutzt weil wir jetzt ne schöne grosse unten haben, zusätzlich is da noch so ne alte Fernsehantenne oben!
Bild
Sry Bilder sind nicht die beste Qualität , weil ich zu faul war meine Cam rauszuhohlen, aber das reicht ja aus! :sup:

Das mit den Fiberglasantennen war schon mal ne sehr gute Idee, hab grad kurz mal meinen Vater gefragt und der sagte das er mal schauen würde!Bei den anderen hat er sofort nein gesagt :D
Haben die eigentlich einen Nachteil gegenüber den anderen?

Einen Balkon hätten wir auch noch !

Bild

Aber es wäre sicher besser aufm Dach!

Also der Dachboden ist meines Wissens ned isoliert :roll:

Und da ist keiner oben!

Das mit dem blitzgefährdeten Gebiet weis ich aber nicht, aber ich hab da noch nix gehört, ich glaub da sind wir ned drin!

Also in Sachen Erdung kenn ich mich leider gar ned aus, aber wenn wir da oben so Antennen Zeugs haben, dann müssen wir ja auch eine Erdung haben , oder?
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Re: Newbie braucht Hilfe!

Beitragvon Micra07 » Mo 28. Jun 2010, 15:33

soweit ich weis brauchste da nen potenzial ausgleich bei fieberglass. ne Boomerang für den balkong finde ich ist ne gute sache.Die kannste mit nem kupferkabel am geländer erden.
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Re: Newbie braucht Hilfe!

Beitragvon hf-doktor » Mo 28. Jun 2010, 16:24

6907";p="231259 hat geschrieben:soweit ich weis brauchste da nen potenzial ausgleich bei fieberglass. ne Boomerang für den balkong finde ich ist ne gute sache.Die kannste mit nem kupferkabel am geländer erden.



Ob nun Fieberglas oder Alu Antenne... da wird kein Unterschied gemacht.

Und ein Balkongeländer zur Blitzschutzerdung ist genau so wenig zulässig wie z.B. das hausinterne Rorleitungsnetz von Wasserleitungen oder Zentralheizungen... :think:
_______________________________________________________________________________________________

Jeden Sommer zur Gewitterzeit wird hier scheinbar der gleiche Blödsinn geschrieben :thdown:

Bevor man hier solche fragwürdigen und teilweise grob fahrlässigenTipps vom Stapel lässt, würde ich mal in den hier bereits vorhanden Fred's nachlesen und/oder dazu die Boardsuche bemühen :wall:

Z.B. hier:
http://funkbasis.13th286.alfahosting.org/viewtopic.php?f=4&t=21037&p=215191&hilit=+Blitzschutz#p215191
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Re: Newbie braucht Hilfe!

Beitragvon Kolbentänzer » Mo 28. Jun 2010, 23:03

Hallo,
also sicher das beste wäre wenn mir mein Vater erlauben würde , eine Fieberglasantenne raufzumachen , oder?
Weil aufem Dach ist ja immer noch das beste!

Und kann ich dann die Antenne über die Erdung die da oben ist ( von der alten Fernsehantenne, die ja dann weg ist ) erden , oder?
Weil wenn da oben eh schon ne Antenne drauf ist, dann muss diese ja auch schon geerdet sein, wenn ich das richtig verstehe! :roll:


LG Lukas :D
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Re: Newbie braucht Hilfe!

Beitragvon Scatter » Mo 28. Jun 2010, 23:20

Bevor ich am Balkon eine Boomerrang anbaue, würde ich lieber zur Lambda Halbe J- Antenne an einer Fiberglassrute greifen, diese ist auch schnell wieder abgebaut und kann außerdem auch mal schnell und unkompliziert innerhalb kürzester Zeit portabel auf dem Berg aufgebaut werden.
Dürfte in jedem Fall effektiver sein, als eine Boomerang :tup:

:wave: :wave: Andi
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Re: Newbie braucht Hilfe!

Beitragvon Athrun825 » Di 29. Jun 2010, 08:15

Hi Lukas,

wenn da oben schon ein geerdeter Masten ist, dann ist das super. Auf diesem kannst du eine Antenne nach der gesetzlichen
Lage bedenkenlos montieren. Ich hab zwar eben im Foto gesehen, dass das Haus mit Holz verkleidet oder aus Holz ist; da frag
ich mal vorsichtshalber nach, ob es da ggf. noch speziellere Dinge zu beachten gibt (von den Vorschriften her). Ggf. kann
man auch die Qualität der Erdung überprüfen, indem man den Erdungswiderstand mal misst - wenn ihr ganz sicher gehen wollt.
Denn manchmal sind Staberder oder sogar diese Banderder im Laufe der Zeit im Erdboden komplett wegkorrodiert. Das kommt
vor allem dann vor, wenn in der Umgebung Kupferleitungen blank im Boden verlegt sind; weshalb dies generell verpönt ist.

Heizungsrohre kann man dann als zulässige Erdung für Antennen verwenden, wenn
diese über die erforderlichen Querschnitte verfügen und die Ausführung einigermaßen den Erfordernissen entsprechen.
Ein verzinktes Eisenrohr oder Kupferrohr, das direkt nach unten geht, ist in jedem Fall geeignet und auch zulässig. Nicht
verwendet werden dürfen dafür Installationen aus diesen neumodischen Verbundrohren.
Interessierten oder Skeptikern seien die Bücher des VDE dbzgl. empfohlen. Mein Vater, der hier von einem User mit
selbstgegebenen Dr. im Namen beleidigt wird, kennt das alles nicht nur im Detail, sondern ist auch laufend damit beschäftigt,
durch Halbwissen und unintelligente Auslegungen verursachte Würmer von sog. und/oder oft auch selbsternannten Fachleuten
in Neubauten oder Neuinstallationen oder bei vorgeschriebenen gesetzlichen Überprüfungen/oder im Auftrag der
Versicherungsverbände zu finden und beseitigen zu lassen.
Glaub mir Hf.Dr- er spielt da in einer anderen Liga. Er war einer der ganz wenigen in Deutschland, die in der Lage waren
für den TÜV ganze Raffinerien -insbesondere hinsichtlich Blitz-/Überspannungs/ESD-Schutz abzunehmen (als diese vor Jahren
noch neu gebaut wurden). Ggf. mache ich demnächst einen Tread über die aktuelle Gesetzeslage dbzl. auf; in diesem Thread
ist das unangebracht, denke ich. Ist schliesslich der Thread von Lukas, wo er ganz konkret Fragen gestellt hat.

Beste Grüße
Zuletzt geändert von Athrun825 am Di 29. Jun 2010, 08:47, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Newbie braucht Hilfe!

Beitragvon insomnia » Di 29. Jun 2010, 08:38

Hallo Lukas,

ersteinmal willkommen an Bord.
Hier wird ja mal wieder vieles durcheinander geworfen :roll:

Funkantennen müssen keinen Blitzschutzhaben!

Funkantennen werden versicherungstechnisch wie Rundfunkantennen behandelt und müssen daher über keinen Blitzschutz verfügen. Ruft mal eure Versicherrung an und informiert euch mal darüber.

Für die funktechnischen Eigenschaften ist es manchmal nötig über eine Erdung zu verfügen.
Erdung ist nicht Blitzschutz!
Erde kann man auch über Wasser/Heizungsleitungen holen, das macht zwar nicht so, funktioniert aber. Ist für die Funktion einer guten Hochantenne nicht unbedingt nötig.

Selbst der beste Blitzschutz bringt keinen 100% igen Schutz, kann aber unter Umständen Schlimmeres verhindern.
Dienstlich habe ich oft mit sehr hohen Bauwerken zu tun, in denen der Blitzschutzaufwand in die 100-tausende von Euros geht, um die teure Elektronik zu schützen. Trotzdem muss ich immer wieder zum Reparieren hin, wenn es mal wieder geknallt hat.

Gib deinem Papa mal meine Telefon-Nr oder umgekehrt, gib mir mal deine Telefon-Nr. per PN, dann rufe ich mal deinen Papa an ... so einen Papa habe ich früher auch gehabt :wink:

Das wichtigste für CB-Funk ist eine gute Antenne. Eine gute Antenne ist mindestens 5,5m lang, steht auf dem Hausdach oder einem hohen Mast neben dem Haus.

Googel doch mal nach CB-Funk.- Funker.- Funkshop.- Funkservice.- und Regensburg oder kontaktiere doch mal den DARC in Regensburg. Vielleicht hilft Dir ja auch ein Amateurfunker vor Ort.

Also wenn die Sat-Schüssel runter kommt, dann kann ja oben auf der TV-Antenne eine CB-Funkantenne drauf, dass ist ja wohl klar! :thup:

Viel Erfolg
Markus
... wir machen das mit den Fähnchen!
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Re: Newbie braucht Hilfe!

Beitragvon JUMA » Di 29. Jun 2010, 09:05

5896";p="231340 hat geschrieben:Funkantennen müssen keinen Blitzschutzhaben!


Erklär das mal den Jungs vom VDE das sie ja total daneben liegen:

http://www.vde.com/de/Ausschuesse/Blitzschutz/Publ/Empfehlungen-Merkblaetter/Fachkraefte/Seiten/16-Funksysteme.aspx

:wave: :wave:
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Re: Newbie braucht Hilfe!

Beitragvon Athrun825 » Di 29. Jun 2010, 09:09

Ich würde dir auch vor Ort helfen, wenn Bedarf besteht. Bin ja auch im OV Regensburg (U13)- weil Insomnia das eben erwäht hat.
Würde mir ggf. auch das Erdwiderstandsmessgerät ausleihen können und diesen mal bei Euch messen. Wäre kein Problem.

Eins fällt mir noch ein: Ein echter Blitzschutz für Antennen macht auch nur dann 100%ig Sinn, wenn eine "richtige" Blitzschutzanlage
existiert, und die Antenne darin eingebunden wird. Das ist aber ein wirklich grosser Aufwand. Da muss man auch schon normalen
Einfamilienhäusern mit mehreren Tausend Euro rechnen. Das privat macht kaum jemand. Ausser vielleicht in besonders
gefährdeten Gebieten.
Einen kenn ich, der das gerade macht. Der hat auf seinem Haus eine Kupferkuppel, CB- und Flugfunkantenne:
http://www.schreiner-gmeinwieser.de/ Bei so einem Objekt machts dann schon Sinn, meiner Meinung nach.

PS/Edit: Hab eben noch den Link zum VDE-Infoblatt gesehen. Die sind immer sehr allgemein gehalten, verweisen nur und berücksichtigen
keine Ausnahmen (z.B. Bestandsschutz,..) Ich werd aber die nächsten Tage mal wg. dem neuesten Stand dbzgl. nachfragen. Für Alt- und Neuanlagen.
Ich schreibs dann ins Forum, aber in einen anderen, neuen Thread hinein.
Zuletzt geändert von Athrun825 am Di 29. Jun 2010, 09:26, insgesamt 1-mal geändert.
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